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Vielversprechende Baukonjunktur im Sommer

Schweizerischer Baumeisterverband - Quartalserhebung Bauindex
Der Bauindex ist ein Instrument, um den Umsatz für die kommenden Quartale vorherzusagen. (ex-press.ch) / Urs Keller
Zürich - Der Umsatz des Bauhauptgewerbes betrug im zweiten Quartal 2019 5.5 Mrd. Franken. Das entspricht einem Plus von 4.8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Sämtliche Segmente des Hochbaus sind gewachsen, während der Tiefbau mit -2.2% leicht rückläufig war.
Der rekordhohe Arbeitsvorrat verspricht auch für das dritte Quartal steigende Umsätze. Entsprechend haben die Baumeister neue Arbeitskräfte eingestellt. Dies geht aus der neusten Quartalsstatistik des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) sowie aus dem gemeinsamen Bauindex der Credit Suisse und des SBV hervor.

Wohnungsbau noch positiv

Der Umsatz des Hochbaus belief sich im 2. Quartal 2019 auf 2.9 Mrd. CHF. Zu diesem erfreulichen Ergebnis haben alle drei Segmente des Hochbaus beigetragen: Der Umsatzanstieg betrug im öffentlichen Hochbau +7.5%, im Wirtschaftsbau +9.9% und im Wohnungsbau sogar +13.6%. Letzterer erwirtschaftete einen Umsatz von 1.8 Mrd. CHF. Zwar erwartet der Schweizerische Baumeisterverband für das dritte Quartal einen ähnlich hohen Umsatz im Wohnungsbau, aber der Aufwärtstrend dürfte sich mittelfristig nicht fortsetzen. So sind etwa die Auftragseingänge gesunken.

Über 80.000 Beschäftigte

Der starke Umsatzanstieg zeigt, dass es für die Bauunternehmen viel zu tun gibt. Daran dürfte sich im Bauhauptgewerbe kurz- bis mittelfristig nichts ändern, weil die Auftragsbücher gut gefüllt sind. Der Arbeitsvorrat im Bauhauptgewerbe übersteigt 16 Mrd. CHF. Um die Aufträge abzuarbeiten, setzen die Baumeister vermehrt auf fest angestellte Mitarbeitende. Sie beschäftigten denn auch 5.400 Festangestellte mehr als im Vorjahresquartal. Insgesamt sind nun rund 82.000 Vollbeschäftigte fest angestellt. Das ist der höchste Stand in einem zweiten Kalenderquartal seit über fünf Jahren.

Im Tiefbau ist der Umsatz zwar um -2.2% gesunken. Dies ist auf den Umsatzrückgang im privaten Tiefbau zurückzuführen. Der öffentliche Tiefbau konnte sein Ergebnis hingegen leicht steigern. Mit einem Umsatz von ca. 2 Mrd. CHF ist er das grösste Einzelsegment im Bauhauptgewerbe. Gemessen am Arbeitsvorrat und dem Bauvorhaben sind die Zukunftsaussichten im Tiefbau positiv.

Optimismus auch für das dritte Quartal

Der Bauindex ist ein Instrument, um den Umsatz für die kommenden Quartale vorherzusagen. Im ersten Vierteljahr wurde für das zweite Quartal ein Plus von 4.7% prognostiziert, was fast dem tatsächlichen Wert von 4.8% entspricht. Für das dritte Quartal lässt der Bauindex ebenfalls hoffen. Der Umsatz dürfte um 1.1% gegenüber dem zweiten Quartal steigen.

(ps/pd)
publiziert: Montag, 30. September 2019 / 22:58 Uhr , aktualisiert: Montag, 30. September 2019 / 23:02 Uhr
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